Eine Straße für Sr. Leoni

Im Neubaugebiet „Am Alten Angerbach“ in Huckingen wird eine Straße nach Sr. Leoni Beving benannt. Die Hiltruper Missionsschwester lebte in St. Peter in Hochfeld und gründete 1997 die Beratungsstelle des Frauenhilfswerks SOLWODI. Berichte der WAZ.


Straßennamen: Duisburg bekommt das erste echte Frauenviertel

 So sollen die Straßen im Duisburger Neubaugebiet Am Alten Angerbach heißen: Alle werden nach Frauen benannt. (WAZ-Foto: Selina Sielaff / funkegrafik nrw)
So sollen die Straßen im Duisburger Neubaugebiet Am Alten Angerbach heißen: Alle werden nach Frauen benannt. (WAZ-Foto: Selina Sielaff / funkegrafik nrw)

Im Neubaugebiet Am Alten Angerbach werden alle Straßennamen nach Frauen benannt. Manche der Frauen sind weit über Duisburg hinaus bekannt.

Von Monique de Cleur

 
Wasserviertel und Afrikasiedlung gibt es in Duisburg längst, jetzt wird das Straßenbild der Stadt weiblicher: Duisburg bekommt sein erstes Frauenviertel. Sämtliche Straßen im Neubaugebiet Am Alten Angerbach in Huckingen werden nach weiblichen Persönlichkeiten benannt.

Die Vornamen Lisa und Gisela prangen längst auf Straßennamen (in der Rheinhauser Margarethensiedlung), auch Agnes und Brunhilde sind so verewigt (in Obermarxloh, entlang der Warbruckstraße). Im Sportpark Wedau wurden Straßen und Seen „nach Frauen aus der Familie Krupp benannt“, erläutert Stadtsprecher Malte Werning, wie der Margaretensee oder die Bertaallee. 95 der 3037 Straßen in Duisburg tragen nach Angaben der Stadt einen Frauennamen – allerdings nur 13 einen, der sich erkennbarerweise tatsächlich auf eine reale Person bezieht. Die übrigen 84 tragen lediglich Vornamen von Adele bis Viktoria.

Bei Männern ist das anders: Straßennamen wie Karl-Lehr-Straße machen ihrem Namen nach eindeutig klar, um wen es hier geht, Gleiches gilt für den Norbert-Spitzer-Platz. Was diese Art der Straßenbenennung angeht, soll das Neubaugebiet Am Alten Angerbach zum Vorreiter in Duisburg werden: Alle neun Straßen sollen hier nach weiblichen Persönlichkeiten benannt werden, mit Vor- und Nachnamen.

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Als Schwester Leoni dürfte Katharina Beving eher bekannt sein als unter ihrem bürgerlichen Namen. Als Leiterin der Duisburger Beratungsstelle Solwodi („Solidarity with women in distress“) setzte sie sich für Frauen ein, die Opfer von Menschenhandel, zwangsverheiratet oder zur Prostitution gezwungen wurden.

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(Quelle: waz.de, 06.11.20)


Duisburger Ordensschwester kämpfte für Menschenrechte

Sr. Leoni Beving MSC
Sr. Leoni Beving MSC

Schwester Leoni leitete eine Duisburger Beratungsstelle für Frauen, die Opfer von Menschenhandel waren oder andere Zwangssituationen erlebten.

Schwester Leoni hieß mit bürgerlichem Namen Katharina Beving. Sie gehörte den Hiltruper Missionsschwestern an und leitete die Duisburger Beratungsstelle Solwodi. Die Abkürzung steht für „Solidarity with Women in Distress“ und setzt sich für Frauen ein, die Opfer von Menschenhandel wurden, die zwangsverheiratet oder zur Prostitution gezwungen wurden. Als Ordensfrau wurde die 1940 in Gescher geborene Missionsschwester, für ihre Arbeit in Duisburg freigestellt. Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen wurde sie weit über Duisburg hinaus bekannt. 2009 verstarb sie in Münster-Hiltrup.

(Quelle: waz.de, 30.10.17)


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Nachruf Sr. Leoni Beving (24.11.40 - 17.12.09)
201125 nachruf leoni.pdf
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