Einsatz in 72 Stunden | 13.-16.06.13

72 Stunden Gutes tun: die Aktion „72 Stunden“ des BDKJ soll vom 13. bis 16. Juni bundesweit Kinder und Jugendliche für soziales Engagement begeistern. Berichte der Duisburger Lokalpresse.


Einsatz in 72 Stunden

Unterstützen die Aktion: Henning Gerlach - BDKJ, Bürgerm. Ercan Kocalar, Peter Ibe - Jugendhilfeausschuss, Stadtdechant Bernhard Lücking, Rainer Bischoff MdL, Michael Rubinstein - Jüd. Gem., Frank Börner MdL, Angelika Brzeski - BDKJ (Foto: BDKJ Duisburg)
Unterstützen die Aktion: Henning Gerlach - BDKJ, Bürgerm. Ercan Kocalar, Peter Ibe - Jugendhilfeausschuss, Stadtdechant Bernhard Lücking, Rainer Bischoff MdL, Michael Rubinstein - Jüd. Gem., Frank Börner MdL, Angelika Brzeski - BDKJ (Foto: BDKJ Duisburg)

Von Janna Cornelißen

72 Stunden Gutes tun: Im Kindergarten einen Sinnespfad erstellen, oder im Seniorenheim Spiele entwickeln. Die Aktion „72 Stunden“ des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) soll vom 13. bis 16. Juni – dieses Mal bundesweit – Kinder und Jugendliche für soziales Engagement begeistern. 2009 fand auch in Duisburg die Aktion erstmalig statt.

Teilnehmerzahlen gestiegen

„Dass Jugendliche faul sind und sich nicht sozial engagieren wollen, können wir nicht bestätigen“, sagt Projektreferentin Angelika Brzeski. Die Anmeldezahlen seien im Vergleich zur Aktion vor vier Jahren sogar gestiegen: 19 Gruppen machen mit, zwei mehr als noch 2009, die Teilnehmerzahl stieg von 358 auf aktuell 400.

Wenn die Kinder und Jugendlichen am 13. Juni zur Auftaktveranstaltung vor dem CityPalais eintrudeln, werden einige von ihnen erst spontan erfahren, was sie die nächsten 72 Stunden erwartet. Die so genannten ,Get-It’ Gruppen bekommen die nötigsten Materialien, die sie brauchen, gestellt, „um weitere Sponsoren sollten sie sich aber auch in Eigenregie kümmern“, so Brzeski. Was die fünf ,Get-It’ Gruppen machen müssen, sei an dieser Stelle nicht verraten. Sie sollen überrascht werden und ohne Vorbereitung die Aufgaben umsetzen. Nicht ganz so spontan gehen die 14 ,Do-It’ Gruppen an ihre Aufgaben. Sie haben sich vorab ihre eigenen Gedanken gemacht und ihr Projekt selbstständig auf die Beine gestellt.

So wird die Firmgruppe St. Peter in einem Wohnheim für behinderte Menschen Kräuterpyramiden anlegen, oder die Tellgruppe der Schützen Großenbaum einen Walderlebnispfad im Großenbaumer Wald anlegen.

Überzeugen lassen mussten sich die Abiturientin Roxanne Dannowski (20) und Jura-Studentin Jennifer Jonczyk (21) nicht lange. „Ich habe 2009 schon mitgemacht und Pflanzen im Friedensdorf Oberhausen gesetzt“, sagt Roxanne Dannowski. Ihre Mitstreiterin Jennifer Jonczyk hat 2011 das erste Mal von der Aktion gehört – und direkt Leute in Rheinhausen zusammengetrommelt. „In den 72 Stunden werden wir – die CAJ Rheinhausen – die Pestalozzi Grundschule aufhübschen.“ Schul - und Pausenräume werden von den jungen Leuten gestaltet. Thomas Krützberg, Dezernent für Familie, Bildung und Kultur, begrüßt das Projekt. Junge Leute würden sich vielfach einsetzen, aber dies vielleicht nicht so nach außen tragen. Für ihn sei aber auch die Nachhaltigkeit wichtig. „Es wäre schön, wenn das Engagement in den Einrichtungen nicht nur die 72 Stunden läuft, sondern immer mal wieder.“

(aus: derwesten.de, 04.06.13)


72-Stunden-Aktion soll Jugend begeistern

Von Karoline Hatt

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat es geschafft, viele Jugendlichen für seine Aktion zu begeistern. 72 Stunden wird die Stadt vom 13. bis 16. Juni rotieren.

Engagement, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit werden bei der 72- Stunden-Aktion, die von Donnerstag, 13. Juni, bis Sonntag, 16. Juni, andauern wird, im Zentrum stehen. Die Aktion des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) findet zeitgleich im ganzen Bundesgebiet statt und hat bereits zahlreiche Anhänger gefunden.

Allein in Duisburg haben sich 20 Gruppen angemeldet und wollen sich ehrenamtlich engagieren. Insgesamt werden sich 400 Duisburger Kinder und Jugendliche beteiligen und etwas für ihren eigenen Lebensraum tun. „Ich freue mich sehr darüber, wie viele Kinder, Jugendliche und auch junge Erwachsene sich für unser Projekt interessieren“, verdeutlichte Angelika Brzeski, Projektreferentin der 72-Stunden-Aktion. Die Referentin sagte, dass dieses Mal schon 42 Interessierte mehr teilnehmen würden, als bei der jüngsten 72-Stunden-Aktion im Jahr 2009. „Ich freue mich einfach riesig auf die vier Tage, an denen wir alle richtig in Aktion sein werden.“

An drei Tagen wird die Stadt rotieren: Unterführungen werden verschönert, Beete werden mit bunten Blumen bestückt, Kindergärten werden verschönert und Schulhöfe werden gesäubert. Und das alles wird von den Jugendgruppen, die aus acht oder mehr Personen bestehen, selbst auf die Beine gestellt. „Die Kinder und Jugendlichen werden in den sogenannten Do-It-Gruppen alles selbst organisieren“, beschrieb Henning Gerlach, Vorstand des BDKJ Duisburg. Die Teilnehmer, die sich für ein Get-it-Projekt entschieden haben, erfahren erst bei der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 13. Juni, um 17.07 Uhr ihre Aufgabe. Fünf Gruppen haben sich für ein Get-it-Projekt angemeldet.

Rainer Bischoff, Landtagsabgeordneter, ist von der Aktion begeistert und unterstützt sie mit großer Überzeugung. „Dieses Projekt zeigt, dass Jugendliche nicht nur faul vor dem PC sitzen und sich sehr wohl für ehrenamtliche Hilfe interessieren.“ Rainer Bischoff sagte, dass er überaus begeistert sei. Er findet es toll, dass sich Jugendliche für ihr eigenes Umfeld sensibilisieren und Hand anlegen. „Solche Projekte müssen einfach unterstützt werden. Solidarität soll gelebt werden.“

Auch Thomas Krützberg, Beigeordneter für Familie, Bildung und Kultur, freut sich auf spannende 72 Stunden. „Ich bin gespannt, was die Jugendlichen auf die Beine stellen.“ Er wäre begeistert, wenn nachhaltig an den Projekten weitergearbeitet werden würde. „Duisburg wird an vielen Stellen in neuem Glanz erscheinen“, so der Jugenddezernent. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 13. Juni um 16 Uhr in der Innenstadt vor dem CityPalais auf der Königstraße statt.

(aus: rp-online.de, 04.06.13)