Hoffnungszeichen mit Abendgeläut

Die letzte Woche in Oberhausen gestartete Gebetskette, mit der sich Gläubige zum Vaterunser-Gebet am Abend verbinden, hat jetzt auch die Gemeinden Duisburgs erreicht. Jeden Abend läuten um 19:30 Uhr die Kirchenglocken und laden zum Gebet.


Duisburger Kirchen setzen mit Abendgeläut Hoffnungszeichen

Jeden Abend läuten um 19.30 Uhr die Kirchenglocken und laden zum Gebet

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Die in der vergangenen Woche in Oberhausen gestartete Gebetskette, mit der sich Gläubige zum Vaterunser-Gebet am Abend verbinden, hat jetzt auch die katholischen und evangelischen Gemeinden Duisburgs erreicht. In ökumenischer Verbundenheit läuten seit Montag, 23. März nun in vielen Kirchen Duisburgs um 19:30 Uhr fünf Minuten lang die Glocken und laden die Gläubigen ein, kurz im Gebet innezuhalten und eine brennende Kerze als sichtbares Zeichen der Hoffnung in die Fenster zu stellen.

Schon seit der vergangenen Woche haben viele katholische Gemeinden in Duisburg die Idee der Oberhausener Pfarrei St. Pankratius aufgegriffen. „Ein einheitliches Glockengeläut in der ganzen Stadt, an dem sich auch die evangelischen Kirchen beteiligen, gab es hierzu aber bislang nicht. Das haben wir nun geändert. Alle katholischen Kirchen Duisburgs sowie viele Kirchen des evangelischen Kirchenkreises Duisburgs werden zeitgleich um 19:30 Uhr läuten und zum Gebet einladen“, erklären Stadtdechant Roland Winkelmann und Superintendent Armin Schneider. Schneider, der die Aktion begrüßt, lädt die Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg ein, sich an der Aktion zu beteiligen.

Stadtdechant Winkelmann betont, dass die katholische Kirche sich mit dieser Uhrzeit bewusst vom üblichen Angelusläuten um 19 Uhr absetzen möchte, weil „dieses besondere Gebetsanliegen in Zeiten von Corona auch einen besonderen Zeitpunkt erhalten soll“, sagt Roland Winkelmann. Und Armin Schneider ergänzt: „Wir wollen damit ein starkes Zeichen dafür setzen, dass uns das Gebet tatsächlich über alle konfessionellen Grenzen hinweg verbindet. Gemeinsam wollen wir für die Kranken und die vielen Helfer beten und uns vergewissern, dass wir mit unseren Sorgen und Ängsten nicht allein sind, sondern dass da eine Kraft in der Welt ist, die diese Welt und unser Leben trotz allem und in allem hält und trägt.“