Das darf sich nie wiederholen | 14.10.-01.11.19

Achtung: Termin geändert! - Mit einer beeindruckenden Fotoausstellung wollen wir in der Pfarrkirche St. Joseph an die schweren Luftangriffe erinnern, die vor 75 Jahren am 14./15. Oktober 1944 die Stadt Duisburg in Schutt und Asche legten.


Die Eröffnung der Fotoausstellung „Duisburg nach den Luftangriffen vor 75 Jahren“ musste kurzfristig auf den 14. Oktober verschoben werden. Sie findet nun um 20 Uhr im Anschluss an die Vorführung des britischen Spielfilms „Ihre beste Stunde“ statt, zu der die „Kirche im Filmforum“ am Dellplatz 16 um 18 Uhr einlädt. Die Ausstellung läuft nun bis zum 1. November.

Die ursprünglich zeitgleich geplante Ausstellung „The War - die weinende Maria“ mit Werken von Cyrus Overbeck fällt leider aus. Nach Meinungsverschiedenheiten über die Gestaltung hat der Künstler sich entschieden, die Ausstellung stattdessen in seiner eigenen Galerie in Beeck zu zeigen.


Flyer "Einladung zur Fotoausstellung"

Genau vor 75 Jahren, am 14. und 15. Oktober 1944, erlebte die Stadt Duisburg einen der schlimmsten Luftangriffe des 2. Weltkriegs. Damals wurde die Stadt in nur 18 Stunden in Schutt und Asche gelegt. Auch von der Josephskirche am Dellplatz stand nach dem Bombenhagel nur noch wenig. An diese Zerstörung will die Pfarrei Liebfrauen in Zusammenarbeit mit der ZeitZeugenBörse Duisburg e.V. und dem Katholischen Bildungswerk (KEFB) rund um die Gedenktage im kommenden Monat mit einer Fotoaustellung in St. Joseph am Dellplatz erinnern.

Die Fotoausstellung ist vom 14. Oktober bis zum 1. November jeweils von Montag bis Freitag (außer am Mittwoch, 30. Oktober) zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet. Zusätzlich können die Exponate in den drei Wochen der Ausstellung auch jeden Sonntag vor oder nach den Gottesdiensten, die um 9:45 Uhr und um 18 Uhr beginnen, besichtigt werden. Außerdem sind Gruppenführungen mit Terminabsprache möglich. Schulklassen und Gruppen, die an einem exklusiven Besuch der Fotoausstellung in der Josephskirche interessiert sind, können sich an die Initiatorin der Ausstellung, Sabine Josten von der Pfarrei Liebfrauen wenden. Sie ist telefonisch erreichbar unter 0203 28104-30 oder per E-Mail unter sabine.josten@bistum-essen.de

Begleitprogramm macht Ausstellung noch eindringlicher

Für Besucher, die nicht nur an den beeindruckenden Bildern der stadtweiten Zerstörung nach den Bombenangriffen interessiert sind, sondern sich näher mit den Folgen des 2. Weltkriegs bis heute beschäftigen möchten, bieten die Veranstalter ein Begleitprogramm zur Ausstellung. Neben dem Kinofilm „Ihre beste Stunde“ am 14. Oktober, in dem von einer jungen Drehbuchautorin in London Anfang der 40er Jahre erzählt wird, lädt am 16. Oktober der Vorsitzende der ZeitZeugenBörse, Harald Molder zu einem Vortrag unter dem Titel „Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten“ über die Duisburger Schreckenstage vom 14. und 15. Oktober 1944 ein. Dabei geht es ihm darum, „die Erinnerung an die grauenvollste Zeit, die die Stadt Duisburg je erleben musste, zu bewahren oder neu zu wecken“. Weiter betont der engagierte Lokalhistoriker: „Die nunmehr 75 Jahre, die seitdem vergangen sind, haben die apokalyptischen Erlebnisse vielleicht verblassen lassen. Aber sie sollten niemals vergessen werden und künftigen Generationen stets Mahnung und Warnung sein.“

Das Begleitprogramm schließt am 18. Oktober um 19.30 Uhr mit einem Cello-Konzert von Ludger Schmidt in der Josephskirche. Der Musiker wird sich an diesem Abend künstlerisch mit dem Psychogramm des Krieges, den Emotionen, der Euphorie und dem Zusammenbruch auseinandersetzen. Dabei hat er stets den etwas naiv anmutenden, aber immer noch gültigen Satz im Blick: „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“. Diesen will er umwandeln in den Satz: „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner macht mit“.


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Einladung zur Fotoausstellung „Duisburg nach den Luftangriffen vor 75 Jahren“
191007 einladung fotoausstellung v2.pdf
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