Vorgestellt: Sr. Martina Paul MSC

Bereits seit 2001 ist Sr. Martina in Hochfeld tätig. In den Pfarrnachrichten vom 11.06.17 stellt die Leiterin des Sozialzentrums St. Peter sich vor.


Sr. Martina Paul MSC
Sr. Martina Paul MSC

Liebe Leser und Leserinnen der Pfarrnachrichten,

Seit dem 1. März 2001 lebe und arbeite ich nun schon in Duisburg-Hochfeld. Geboren bin ich in Eversberg, im Hochsauerlandkreis Meschede. Die Jugendzeit in unserem Dorf durfte ich in einer lebendigen Pfarrgemeinde erleben. Mich prägte besonders das soziale Engagement in der KJG und später in der DPSG. Somit war das spätere Studium zur Sozialpädagogin in Paderborn eine logische Konsequenz. Nach meinem Anerkennungsjahr in Cloppenburg trat ich in den Orden der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu ein. Dass Gott ein Herz für uns Menschen hat und wir sein Herzschlag in der Welt sein dürfen, fordert mich immer wieder neu heraus.

1982 begann ich die praxisbegleitende Ausbildung zur Pastoralreferentin im Institut für Diakonat und Pastoralen Dienst in Münster und habe anschließend bis zum Jahr 2000 in Duisburg-Walsum als Pastoralreferentin gelebt und gearbeitet. Im Jahr 2000 hatte ich die Gelegenheit, für 6 Monate in Namibia mit meinen Mitschwestern zu leben. Wie einfach Menschen leben können und müssen und wie selbstverständlich Leben und Güter geteilt werden, durfte ich hier erfahren.

Von Namibia aus kam ich in die Gemeinde nach Duisburg-Hochfeld. Seit der Pfarreigründung liegt mein Schwerpunkt in der Leitung des Sozialzentrums St. Peter. Dies und auch die Schulgottesdienste der drei Grundschulen in Hochfeld und der Grundschule in Kaßlerfeld, fordert immer wieder einen neuen Blick auf die Realitäten der Gesellschaft. Auch die Mitarbeit in den Arbeitskreisen - Runder Tisch Hochfeld, AK Kinder- und Jugendarbeit und AK Neue EU-Bürger - zeigen Probleme, Vernetzungen und Lösungsansätze auf.

Letzte Woche las ich ein Schreiben von Papst Franziskus. U.a. sprach er von der Zukunft: Die Zukunft der Menschheit liegt nicht allein in der Hand von Politikern, großen Anführern, großer Unternehmen. Ja, sie haben enorme Verantwortung. Aber die Zukunft liegt vor allem in den Händen der Menschen, die den anderen als „Du“ und sich selbst als Teil eines „Wir“ erkennen.

Dass wir in der Pfarrei Liebfrauen durch und im Sozialzentrum St. Peter ein Stück Hoffnung vermitteln und ein Zuhause in der Fremde ermöglichen können, erfüllt mich mit Demut und Dankbarkeit. Diese Herausforderung anzunehmen, sie mit Leben zu füllen und somit die Zukunft der Kirche vor Ort mitzugestalten sehe ich als große Chance. Ich freue mich darauf, dies mit Euch und Ihnen zusammen tun zu können, damit Menschen spüren, sie sind nicht allein.

Schwester Martina Paul MSC