Segen bringen, Segen sein | 02.-08.01.17

Sternsinger

Unter dem Motto „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – In Kenia und weltweit“ sind Anfang Januar wieder die Sternsinger unterwegs, um den Segen Gottes in die Wohnungen zu bringen und Spenden für Kinder in der dritten Welt zu sammeln.


Plakat zur Aktion Dreikönigssingen 2017
Plakat zur Aktion Dreikönigssingen 2017

„Die Sternsinger kommen!“ heißt es Anfang Januar wieder in unseren Gemeinden. Mit dem Kreidezeichen 20*C+M+B+17 bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.

Bundesweit beteiligen sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 59. Aktion Dreikönigssingen. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet, die inzwischen die weltweit größte Solidaritätsaktion ist, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Mit ihrem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – In Kenia und weltweit!“ machen die Sternsinger überall in Deutschland auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. In weiten Teilen der Welt leiden Menschen unter den Veränderungen der klimatischen Bedingungen, die in manchen Regionen Kenias für eine extreme Trockenheit sorgen. Ausbleibender Regen entzieht den Menschen dort ihre Lebensgrundlagen.

Bei ihrer zurückliegenden Aktion hatten die Mädchen und Jungen zum Jahresbeginn 2016 bundesweit mehr als 46,2 Millionen Euro gesammelt. Rund 330.000 Sternsinger und rund 90.000 Begleitende hatten sich in 10.282 Pfarrgemeinden, Schulen und weiteren Einrichtungen beteiligt. Mit den gesammelten Spenden können die Sternsinger mehr als 1.500 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützen. Durch ihr Engagement werden die kleinen und großen Könige zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt. Neben dieser gelebten Solidarität tragen die Sternsinger den christlichen Segen für das neue Jahr in die Wohnungen und Häuser der Menschen.

Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern haben sich auch die Sternsinger aus den Gemeinden der Pfarrei Liebfrauen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die Nöte und Probleme von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Einsatz für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten.


Das Motto

Mit einer Fläche von 580.000 km² ist Kenia etwa doppelt so groß wie Italien. 45 Millionen Menschen leben in dem ostafrikanischen Land, die Hauptstadt ist Nairobi. Kenia ist ein Vielvölkerstaat. Es gibt mehr als 40 Ethnien, die rund 50 verschiedene Sprache
Mit einer Fläche von 580.000 km² ist Kenia etwa doppelt so groß wie Italien. 45 Millionen Menschen leben in dem ostafrikanischen Land, die Hauptstadt ist Nairobi. Kenia ist ein Vielvölkerstaat. Es gibt mehr als 40 Ethnien, die rund 50 verschiedene Sprache

Segen bringen, Segen sein.
Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!

Die Sorge um die Umwelt und schwindende Ressourcen bestimmt das Leben eines Großteils der Bevölkerung Afrikas. Der Klimawandel und seine Folgen tragen entscheidend dazu bei, dass sich Armut und soziale Spannungen ausbreiten und intensivieren. Die Auswirkungen sind vor allem in ländlichen Regionen spürbar, wo die Menschen fast ausschließlich von der Landwirtschaft leben. Sie können sich nicht mehr auf die gewohnte Abfolge der Wetterperioden einstellen; es fehlt an Vorkehrungen, um wetterbedingte Schwankungen und damit verbundene Ernte- und Einkommensverluste auszugleichen.

Die Region Turkana im Nordwesten Kenias – ohnehin eine der ärmsten Regionen des Landes – steht im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2017. Die Menschen hier leiden in besonderem Maße unter den klimatischen Veränderungen; die Landschaft ist von immer länger werdenden Dürreperioden sichtbar gezeichnet. Pablo, der Junge auf dem Aktionsplakat, steht stellvertretend für jene Kinder und Jugendlichen, die in dieser kargen Region aufwachsen. Pablos Familie lebt vom Fischfang am Turkana-See, der langsam, aber stetig austrocknet und versalzt.

Seit Jahren schon setzen sich die Projektpartner des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ erfolgreich dafür ein, gemeinsam mit den Menschen vor Ort sichere Lebensgrundlagen und bessere Zukunftsperspektiven zu schaffen: So koordiniert die Ordensgemeinschaft St. Paul der Apostel Ernährungs- und Gesundheitszentren, Bildungsinitiativen, Landwirtschafts- und Wasserprojekte. Sie setzt sich auch für den Frieden in der Grenzregion zu Äthiopien ein, wo es immer wieder zu Konflikten kommt. Gemeinsamer Schulunterricht, gemeinschaftlich genutzte Staubecken und eine mobile Ambulanz zur Gesundheitsversorgung in der Grenzregion helfen, den neuen Frieden zu stabilisieren.

Der spirituelle Leittext der Aktion 2017 ist der „Sonnengesang“ des heiligen Franz von Assisi. Er verbindet in einfachen Worten und poetischen Bildern das Lob der Schöpfung mit dem Lobpreis des Schöpfers.

Die Aktion Dreikönigssingen 2017 möchte den Sternsingern vermitteln, wie wichtig ihr Engagement für Kinder ist, die vom Klimawandel direkt betroffen sind. Am Beispiel der Region Turkana sollen die Sternsinger erfahren, welch schwerwiegende Folgen die Veränderungen des Weltklimas für Menschen haben, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Es soll deutlich werden, wie die Friedens- und Entwicklungsarbeit unserer Projektpartner hilft, Lebensweisen positiv zu verändern und Ressourcen schonend zu nutzen.


Sternsinger in der Pfarrei Liebfrauen

Zwischen dem 2. und 8. Januar sind die Sternsinger in den Gemeinden unserer Pfarrei unterwegs. Da die Aktion von den einzelnen Gemeinden selbst organisiert wird, ist der Ablauf von Ort zu Ort unterschiedlich. Einige Gruppen klingeln überall, andere kommen nur auf Bestellung. Erkundigen Sie sich bitte in den Pfarrnachrichten oder in Ihrem jeweiligen Gemeindebüro.

Am Dienstag, 3. Januar, werden die Sternsinger um 11 Uhr im Rathaus von OB Sören Link empfangen. Anders als in den letzten Jahren wird es keinen zenralen Aussendungsgottesdienst geben; stattdessen gestaltet der BDKJ einen kleinen Impuls im Rathaus.

Wir bitten Sie, die Sternsinger freundlich aufzunehmen und ihr Anliegen mit einer Spende zu unterstützen.