Kopten in St. Bonifatius

Ab Ende November wird die Koptisch-Orthodoxe Kirche sonntags in St. Bonifatius zu Gast sein und erstmals in Duisburg Gottesdienste nach ihrem Ritus anbieten.

Papst Tawadros II. und Bischof Damian
Papst Tawadros II. und Bischof Damian

Darauf einigte sich der koptische Bischof Anba Damian bei einem Besuch in Duisburg mit Pfr. Bernhard Lücking. Die koptische Liturgie dauert 2-3 Stunden, danach steht als Treffpunkt der Gemeindesaal zur Verfügung.

Der erste Kopten-Gottesdienst mit Agapemahl findet am Samstag, 29. November um 9:30 Uhr statt. Neben dem zweiten koptischen Bischof in Deutschland, Michael El Baramousy (Kloster Kröffelbach/Hessen), werden auch viele koptische Flüchtlinge aus Syrien erwartet.

„Im Mittelpunkt des Gottesdienstes sollen die Menschen stehen, die aufgrund von Verfolgung Asyl in Deutschland beantragt haben“, sagt Bischof Damian. In Ruhrgebietsstädten wie Duisburg und Dortmund hätten viele Christen aus Ägypten und Syrien eine neue Bleibe gefunden.


Die Koptisch-Orthodoxe Kirche

Ursprung

Als Gründer der koptischen Kirche gilt der Überlieferung nach der Evangelist Markus, der im 1. Jahrhundert in Ägypten gelebt haben soll. Nach koptischer Tradition war Markus der erste Bischof von Alexandria, wo er 68 n. Chr. als Märtyrer starb. Deshalb wird die Kirche auch als alexandrinische Kirche bezeichnet.

Leitung

Oberhaupt der koptischen Kirche ist seit November 2012 Papst Tawadros II. als 118. Nachfolger des hl. Markus. Neben der Markuskathedrale in Kairo ist auch die gleichnamige Kathedrale in Alexandria Sitz des Kopten-Papstes.

Oberster Repräsentant der koptischen Kirche in Deutschland ist Generalbischof Anba Damian. Sein Sitz ist das frühere Zisterzienserinnenkloster Brenkhausen in Höxter/Westfalen.


Die polnische Gemeinde, die seit der Schließung von St. Peter 2007 in St. Bonifatius zu Gast war, zieht nun nach St. Elisabeth um und feiert dort sonntags um 11 Uhr ihren Gottesdienst.