Rückblick auf kirchenmusikalische Veranstaltungen

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Am 30. Mai wurden bei einem Orgelspaziergang gleich 5 Orgeln vorgestellt. Am 7. Juni verwandelte sich die Ludgerikirche in einen farbigen Klangraum. Und am 12. Juni gab es in Verbindung mit der Marktmusik auch eine Orgelführung.


Gelungene Premiere: 1. Duisburger Orgelspaziergang

Mit großem Interesse und viel Begeisterung fand der erste ökumenische Duisburger Orgelspaziergang statt. Unter der Leitung der beiden Innenstadtorganisten Dominik Susteck und Marcus Strümpe machten sich zahlreiche Orgelfreundinnen und Orgelfreunde auf den Weg, um die vielfältige Orgellandschaft der Duisburger Innenstadt kennenzulernen.

Der musikalische Spaziergang verband verschiedene Kirchenräume miteinander: Von der Marienkirche führte der Weg über die Salvatorkirche und die Karmelkirche bis nach St. Ludger. An jeder Station standen Kurzkonzerte, Erläuterungen zu den Instrumenten sowie Einblicke in die Geschichte der jeweiligen Orgeln im Mittelpunkt.

Beide Organisten interpretierten jeweils dasselbe Werk auf zwei unterschiedlichen Instrumenten. Marcus Strümpe spielte Dieterich Buxtehudes Präludium in g in der Marienkirche und der Salvatorkirche, während Dominik Susteck Johann Sebastian Bachs Präludium C-Dur BWV 545 in der Karmelkirche und in St. Ludger vortrug. Darüber hinaus erklang auf den großen Orgeln virtuose Literatur: Strümpe interpretierte das Te Deum von Jean Langlais, Susteck die Toccata Transports de joie von Olivier Messiaen.

Die Orgeln im Einzelnen

  • Marienkirche: Peter-Orgel (Köln, 1960er Jahre), 16 Register auf II/Pedal
  • Salvatorkirche: Kuhn-Orgel (Männedorf/Schweiz, 2002), 41 Register auf III/Pedal
  • Karmelkirche: Klais-Orgel (Bonn, 2001), 16 (19) Register auf II/Pedal
  • St. Ludger: Seifert-Orgel (Kevelaer, 1960er Jahre), 64 Register auf III/Pedal
  • Mercatorhalle: Eule-Orgel (Bautzen, 2009), 66 Register auf VI/Pedal

Bei schönstem Sonnenschein folgten rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den einzelnen Stationen. Für Erfrischungen unterwegs war gesorgt.

Einen besonderen Abschluss bildete das Konzert der international renommierten Organistin Iveta Apkalna in der Mercatorhalle. Auf dem Programm standen Werke von Bach, Pärt und Vasks. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zu einer Führung an der Konzertorgel.

Dominik Susteck

Orgelspaziergang in der Salvatorkirche (c) Dominik Susteck
Orgelspaziergang in der Salvatorkirche (c) Dominik Susteck
Orgelspaziergang in der Salvatorkirche und der Mercatorhalle (c) Dominik Susteck
Orgelspaziergang in der Mercatorhalle (c) Dominik Susteck


Impressionismus virtuos in St. Ludger

Am Sonntag, dem 7. Juni 2026, verwandelte sich die Kirche St. Ludger in einen farbigen Klangraum für das Konzert „Impressionismus virtuos – Musik an der Schwelle zum XXI. Jahrhundert“. Der aus Luxemburg stammende Christophe Knabe präsentierte ein Programm, das die Entwicklung der französisch geprägten Orgelmusik vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nachzeichnete.

Mit der Fantaisie et fugue sur la gamme de ré mineur von Joseph Kinzé eröffnete Knabe den Abend mit einer Komposition voller kontrastreicher Stimmungen. Einen besonderen Akzent setzte die Sonata da Chiesa – Tema con Variazioni e Finale von Hendrik Andriessen. Mal lyrisch und meditativ, mal kraftvoll und festlich entfalteten sich die unterschiedlichen Klangfarben der Orgel.

Von besonderer Innigkeit war die Pastorale-Cantilène sur l’Alléluia du Samedi Saint des Benediktinermönchs Dom Paul Benoit geprägt. Sanfte Melodiebögen und fein abgestimmte Registrierungen verliehen der Musik eine beinahe kontemplative Atmosphäre.

Mit den Variations de Concert op. 1 von Joseph Bonnet stand eines der virtuosesten Werke des Abends auf dem Programm. Die anspruchsvollen Variationen meisterte der Organist mit beeindruckender Souveränität. Einen spannenden Blick in die Gegenwart bot das Diptyque sur l'Ave spes nostra des luxemburgischen Komponisten Paul Breisch. Das zweiteilige Werk verband traditionelle spirituelle Elemente mit einer modernen Tonsprache.

Den glanzvollen Abschluss bildete das berühmte Carillon de Westminster aus den 24 Pièces de Fantaisie von Louis Vierne. Die bekannten Glockenmotive entfalteten sich nach und nach und steigerten sich zu einer monumentalen Klangarchitektur.

Dominik Susteck


Orgelführung und Marktmusik in St. Ludger

An der Orgelführung der KEFB Duisburg unter Leitung von Dominik Susteck am 12. Juni 2026 auf der Empore von St. Ludger nahmen knapp zehn Personen teil. Zunächst wurden der Aufbau der Seifert-Orgel (III/Ped, 64 Register), die Entstehung hoher und tiefer Klänge sowie die Bedeutung der Prinzipalchöre erläutert. Dabei konnten die Teilnehmenden die Besonderheiten des Instruments anhand von Klangbeispielen kennenlernen.

Im Anschluss an die Führung fand die Marktmusik statt. Es erklangen Werke von Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge h-Moll BWV 544), Dominik Susteck („Echos“ und „Geister“ aus „Zeichen“) sowie die „Öffnung der 5. Tür“ aus der Oper „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók. Zudem wurde gemeinsam das Lied „Herz Jesu, Gottes Opferbrand“ (GL 371) zum Herz-Jesu-Hochfest gesungen. Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden mit großem Interesse verfolgt und positiv aufgenommen.

Dominik Susteck

 

Die nächste Orgelführung der KEFB auf der Orgelempore von St. Ludger findet am Freitag, 11. September um 10:30 Uhr statt, ebenfalls mit anschließender Marktmusik. Herzliche Einladung!

Hell erleuchtete Empore zur Orgelführung in St. Ludger (c) Dominik Susteck
Hell erleuchtete Empore zur Orgelführung in St. Ludger (c) Dominik Susteck


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