Rückblick auf kirchenmusikalische Veranstaltungen

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Am 10. Mai gab es mit einem Workshop zu christlicher Popularmusik und dem Orgelvorspiel von Schülern der Kirchenmusikschule gleich 2 interessante Angebote. Am 22. Mai war das Blockflötenensemble „Som Doce da Grota“ aus Brasilien zu Gast.


Workshop christliche Popularmusik

Am Sonntag, 10. Mai, fand von 13-15 Uhr in der Begegnungsstätte der Karmelkirche Duisburg ein Workshop zur christlichen Popularmusik statt. Eingeladen hatte der koordinierende Kirchenmusiker Dominik Susteck in Zusammenarbeit mit der Band Titus 2.0.

Unter Leitung der Popkantorin Lina Wittemeier vom Bistum Essen studierten die Teilnehmenden zwei vierstimmige Worship-Lieder ein: „Way Maker“ von Sinach sowie „So groß ist der Herr“ von Sara Lorenz. Einer der Teilnehmer begleitete den Workshop zudem auf der Gitarre. Der Workshop wurde begeistert aufgenommen und soll zukünftig in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden.

Dominik Susteck

Workshop zur Christlichen Popularmusik mit der Popkantorin Lina Wittemeier © Dominik Susteck
Workshop zur Christlichen Popularmusik mit der Popkantorin Lina Wittemeier © Dominik Susteck


Orgelvorspiel der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen

Am Sonntag, 10. Mai 2026, fand um 18 Uhr in St. Ludger das Orgelvorspiel der Bischöflichen Kirchenmusikschule als Vorbereitung auf die C-Prüfung statt. Nach der Begrüßung durch Dominik Susteck und dem eröffnenden Präludium F-Dur von Johann Ludwig Krebs (V. Kozlovsky) moderierte Schulleiter Jörg Stephan Vogel das Programm mit Werken aus Barock und Romantik.

Den Auftakt machte Olivia Jablonowski mit Georg Böhms Choralbearbeitung „Vater unser im Himmelreich“. Anschließend interpretierte sie den ersten Satz „Allegro“ aus dem Konzert h-Moll von Johann Walther.

Es folgten Werke von Johann Sebastian Bach: Doreen Scholz spielte das Präludium und die Fuge B-Dur BWV 560, während Anne Bissen mit dem Präludium und der Fuge g-Moll BWV 558 ebenfalls ein Werk aus den bekannten acht kleinen Präludien und Fugen interpretierte.

Zur Vorbereitung auf die am 11. Mai stattfindende Prüfung im liturgischen Orgelspiel improvisierte Nansook eine Choralparaphrase über „Hilf Herr meines Lebens“ sowie eine Meditation zum Lied „Der Mond ist aufgegangen“. Eunhye Andreas Nam interpretierte Johannes Brahms’ Choralbearbeitung „O Welt, ich muss dich lassen“ sowie die Toccata in g-Moll von Johann Pachelbel. Den festlichen Abschluss des Konzerts gestaltete Robert Weinsheimer mit der Toccata in G-Dur von Théodore Dubois.

Teilnehmer und Zuhörer freuten sich über das schöne Konzert.

Dominik Susteck

Auszubildende der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen nach dem Orgelvorspiel in St. Ludger © Dominik Susteck
Auszubildende der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen nach dem Orgelvorspiel in St. Ludger © Dominik Susteck


Blockflötenensemble „Som Doce da Grota“

Beim Konzert „Marktmusik“ in St. Ludger standen am Freitag, 22. Mai brasilianische Klänge im Mittelpunkt. Zu Gast war das Blockflötenensemble „Som Doce da Grota“ aus Niterói bei Rio de Janeiro, das im Rahmen des Projekts „Freundschaft in Holz“ nach Deutschland gereist war.

Die jungen Musikerinnen und Musiker, die aus dem Sozialprojekt „Espaço Cultural da Grota“ hervorgegangen sind, begeisterten das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm aus brasilianischer und europäischer Musik. Das Ensemble zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig die Blockflöte eingesetzt werden kann – mal temperamentvoll und rhythmisch, dann wieder ruhig und klassisch.

Bereits am Vormittag hatte die Gruppe mit spontaner Straßenmusik auf der Oststraße in Neudorf auf ihren Besuch aufmerksam gemacht. Am Abend traten die brasilianischen Gäste gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern aus Neudorf noch einmal im Gemeindesaal an der Wildstraße auf.

Hinter dem Ensemble steht ein Sozialorchesterprojekt, das Kindern und Jugendlichen in einer Favela durch Musik neue Perspektiven eröffnet. Viele ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer engagieren sich inzwischen selbst als Lehrkräfte. Die Verbindung nach Deutschland entstand durch eine Hilfsaktion, bei der mehr als 140 Holzblockflöten gesammelt, restauriert und nach Brasilien geschickt worden waren. Daraus entwickelte sich über die Jahre ein lebendiger musikalischer Austausch.

Neben den Auftritten in Duisburg gastierte „Som Doce da Grota“ im Mai 2026 auch in Bochum und nahm zudem an den Blockflötentagen in Bad Kissingen teil. Der Eintritt zu den Konzerten war frei; Spenden unterstützten den weiteren Austausch im Rahmen von „Freundschaft in Holz“.

Dominik Susteck

„Som Doce da Grota“ in St. Ludger © Dominik Susteck
„Som Doce da Grota“ in St. Ludger © Dominik Susteck


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