P. Helmut Lückhoff OSA †

Im Alter von 81 Jahren ist am 21. Januar in Berlin P. Helmut Lückhoff OSA gestorben. 1977 feierte der aus Duisburg stammende Augustiner in Christus König seine Primiz, von 1983-1987 war er hier als Kaplan eingesetzt.


P. Helmut Lückhoff OSA
P. Helmut Lückhoff OSA

Ich bin in der Hoffnung, du werdest dein Erbarmen über
mich vollenden bis zum völligen Frieden, den ich mit allem,
was Innen und Außen ist an mir, bei dir haben
werde, wenn der Tod verschlungen ist in den Sieg.
Augustinus.

Bekenntnisse X 30,42

 

Am frühen Morgen des 21. Januar 2026 verstarb im Dominikus Krankenhaus in Berlin für alle überraschend und plötzlich unser lieber Mitbruder

P. Helmut (Werner) Lückhoff OSA

P. Helmut wurde am 4. April 1944 in Duisburg geboren. Dort besuchte er die Volks- und Realschule. Nach deren Abschluss arbeitete er ab 1961 bei der Stadtverwaltung Duisburg und legte 1966 die Laufbahnprüfung für den gehobenen kommunalen Dienst (Inspektorenprüfung) ab. Im gleichen Jahr ging er nach Mainz, um dort am Ketteler-Kolleg sein Abitur zu machen. Nachdem er 1970 die Abiturprüfung abgelegt hatte, nahm er seine Arbeit in der Duisburger Stadtverwaltung wieder auf. Schon seit mehreren Jahren hatte er den Wunsch, sich unserem Orden anzuschließen, den er in der Pfarrei Christus König in Duisburg kennengelernt hatte. Im Herbst des gleichen Jahres begann er sein Noviziat in Fährbrück, legte 1971 seine erste Profess ab und begann das Theologiestudium in Würzburg. Dort legte er 1975 die feierliche Profess ab und empfing am 28. Mai 1977 die Priesterweihe.

Nach der Priesterweihe war P. Helmut von 1977 bis 1983 sechs Jahre lang als Kaplan in München-Schwabing in der Pfarrei Maria vom Guten Rat tätig. Die gleiche Aufgabe erfüllte er danach weitere vier Jahre (von 1983 bis 1987) in seiner Heimatstadt in der Pfarrei Christus König. Als sich 1987 Brüder auf den Weg nach Messelhausen machten, ging er mit P. Wilfried und P. Wolfgang (+ 1993) dorthin, um einen Ort der Stille ins Leben zu rufen. Er war dort vier Jahre lang (von 1987 bis 1991) als Pfarrverweser von Messelhausen und als Prokurator des Konventes tätig. 1991 begann er in Berlin eine Ausbildung zum Krankenhaus-Seelsorger und übernahm 1993 nach dem Tod von P. Reginald Stadter dessen Stelle in der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik als Seelsorger, auch im Maßregel-Vollzug. Dort war er bis zum Beginn der Corona-Zeit tätig. Im Konvent St. Rita war er in diesen Jahren auch Prior und Prokurator und arbeitete in der Seelsorge der Pfarrei St. Rita mit. Von 2003 bis 2008 war er zudem Novizenmeister unserer Provinz und konnte 2006/2007 einen Noviziatskurs begleiten.

P. Helmut war in der Stadt Berlin, im Bezirk Reinickendorf und in der Gemeinde St. Rita sehr verwurzelt. Er hatte dort Heimat gefunden. Für Zeiten der Erholung zog es ihn immer wieder in den Norden, wo er gerne auf der Insel Sylt seinen Urlaub verbrachte. Er war ein stiller und eher ruhiger Mensch, der dennoch aufmerksam seiner Umgebung und den ihm anvertrauten Menschen zugewandt war. Er konnte mit Esprit und einem feinen Humor immer wieder das Gespräch bereichern. Ab 2014 machte ihm allerdings seine Gesundheit immer mehr zu schaffen. Vor allem eine schwere Kehlkopferkrankung ließ seine Stimme immer schwächer werden. Eine Herzinsuffizienz bedrängte und ängstigte ihn. Ende 2024 stürzte er mehrmals und musste schließlich mit einem gebrochenen Arm in die Klinik. Danach wurde deutlich, dass ein Leben zuhause für ihn nicht mehr möglich war, da er einen Rollstuhl benötigte und auf Pflege angewiesen war. Seit Anfang 2025 lebte Helmut im Franz-Jordan-Stift der Caritas. Die Brüder und viele Gemeindemitglieder von St. Rita kümmerten sich dort sehr aufmerksam um ihn. Ende Dezember erkrankte er an einer Lungenentzündung und musste den Jahreswechsel im Dominikus Krankenhaus verbringen. Zurück im Stift kam er zwar wieder zu Kräften, hatte aber am 20. Januar einen Rückfall der Lungenentzündung und verstarb am 21. Januar im Dominikus Krankenhaus. P. Helmut hat sich lange Zeit um kranke Menschen gekümmert, sie begleitet und mit ihnen Leben und Leid geteilt. Jetzt wird er selbst, von seinem Leiden befreit, Leben und Geborgenheit bei dem erfahren, der das Leben selbst ist.

 

Für die Deutsche Augustinerprovinz
P. Lukas Schmidkunz OSA, Provinzial

 

Für den Konvent St. Rita, Berlin
P. Felix Meckl OSA, Prior

 

Die Beisetzung ist am Dienstag, den 27. Januar 2026, um 10 Uhr auf dem Domfriedhof St. Hedwig, Ollenhauserstr. 24, Reinickendorf, 13403 Berlin. Das Requiem feiern wir anschließend in unserer Kirche St. Rita.


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