Bistum Essen trennt sich von Klinikum

Das frühere Katholische Klinikum Duisburg, zu dem auch die Marien Klinik (Hochfeld) und die St. Vincenz Klinik (Dellviertel) gehören, wurde zum 30. Juni komplett von Helios übernommen. Berichte der Duisburger Lokalpresse.


Bistum Essen ist raus aus dem Helios Klinikum

Von Svenja Aufderheide

Der private Krankenhausbetreiber Helios übernimmt ab heute auch die restlichen 49 Prozent Geschäftsanteile am ehemals Katholischen Klinikum Duisburg, das bereits seit Dezember 2011 als Helios Kliniken Duisburg firmiert. Damit ist das Bistum Essen raus aus dem Krankenhausbetrieb. Das teilte Helios gestern per Pressemitteilung mit.

Bistum hatte Gesellschaft gegründet

Die Kosmas und Damian GmbH, eine 100-Prozent-Tochtergesellschaft des Bistums, übergibt mit diesem Schritt das ehemals Katholische Klinikum vollständig in private Trägerschaft. Dabei war die Gesellschaft 2011 vom Bistum Essen extra gegründet worden, um trotz extremer wirtschaftlicher Schwierigkeiten, einen wesentlichen Beitrag im Gesundheits- und Sozialwesen zu leisten. Generalvikar des Bistums Essen, Dr. Hans-Werner Thönnes, sagte damals in Duisburg: „Der Beachtung des katholischen Profils kommt dabei eine entscheidende Rolle zu.“ Damit ist es jetzt vorbei. Auch die restlichen 49 Prozent, die das Bistum bisher über die D + M gehalten hat, gehen nun in die Hände von Helios.

Das Helios Klinikum Duisburg ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Unter seinem Dach befinden sich zur Zeit die St. Johannes Klinik in Hamborn, das St. Vincenz im Dellviertel und die Marien Klinik in Hochfeld. St. Barbara in Neumühl, das früher noch zum Katholischen Klinikum gehörte, ist mittlerweile geschlossen worden.

Nicht geändert haben sich die Planungen, die Zusammenführung der Akutklinikversorgung an zwei Standorten weiter zu verfolgen. Zu diesem Zweck errichtet Helios in den kommenden Jahren im Norden Duisburgs am heutigen Standort St. Johannes und im Süden am bisherigen Standort Marien zwei neue Krankenhäuser mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 176 Millionen Euro.

(aus: derwesten.de, 01.07.14)


Kirche steigt aus dem Klinikverbund aus

Blick auf die Helios St. Johannes Klinik in Hamborn (RP-Foto: Andreas Probst)
Blick auf die Helios St. Johannes Klinik in Hamborn (RP-Foto: Andreas Probst)

Die katholische Kirche zieht sich aus dem ehemals katholischen Klinikverbund KKD in Duisburg zurück. Wie die Helios Kliniken GmbH gestern mitteilte, baut sie ihre Beteiligung an der Helios Klinikum Duisburg GmbH (HKD) aus und übernimmt zum 30. Juni den Geschäftsanteil der Kosmas und Damian GmbH. Die K+D scheidet mit diesem Schritt aus dem Kreis der Gesellschafter der HKD aus.

Die Helios Kliniken GmbH sowie die FNR Klinikbeteiligungsgesellschaft mbH übernehmen von der Kosmas und Damian GmbH (K+D) 49 Prozent der Geschäftsanteile an der Helios Klinikum Duisburg GmbH (HKD). Die K+D, eine 100-Prozent-Tochtergesellschaft des Bistums, übergibt mit diesem Schritt das ehemals katholische Krankenhaus vollständig in private Trägerschaft. Seit Dezember 2011 war die K+D als Minderheitsgesellschafter neben der Helios Kliniken GmbH an der HKD GmbH beteiligt. Die gesellschaftsrechtliche Verbindung resultierte aus einem in 2011 durchgeführten Verkaufsverfahren, das aufgrund der erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des katholischen Duisburger Krankenhauses, vormals Katholisches Klinikum Duisburg GmbH, erforderlich geworden war. Das Helios Klinikum Duisburg ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Unter seinem Dach befinden sich drei Betriebsstätten im Duisburger Stadtgebiet: Helios St. Johannes Klinik in Hamborn, Helios St. Vincenz Klinik im Dellviertel, Helios Marien Klinik in Hochfeld.

Entsprechend der Planungen aus dem Jahr 2011 wird Helios die Zusammenführung der Akutklinikversorgung an zwei Standorten weiter verfolgen. Zu diesem Zweck errichtet Helios in den kommenden Jahren im Norden Duisburgs am heutigen Standort St. Johannes und im Süden am bisherigen Standort Marien zwei neue Krankenhäuser mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 176 Millionen Euro.

(aus: rp-online.de, 01.07.14)